Der überdauernde Wert von Büchern und alten Gebäuden

Bücher und alte Gebäude – was haben sie gemeinsam? Bücher – wir alle besitzen und lesen das ein oder andere Buch. Die einen mehr, die anderen weniger, aber sicherlich hat jeder in irgendeiner Form Kontakt mit Büchern. Aber wann macht man sich eigentlich mal bewusst Gedanken über Bücher oder im Allgemeinen über das geschrieben Wort?

Im Folgenden ein paar Impulse dazu. Zunächst geht es um den Nutzen von Büchern. Im Wesentlichen bringen uns Bücher zwei Nutzen, nämlich die Wissensvermittlung und die Unterhaltung. Eine zentrale Eigenschaft von Büchern, zumindest von guten und wichtigen Büchern ist, dass sie die Zeiten überdauern und so das Wissen und die Inhalte über viele, viele Generationen und Jahrtausende hinweg weiter gegeben werden können. Überlegen wir nur einmal, wie alt manche Bücher sind. Das bekannteste Beispiel dürfte wohl die Bibel sein. Aber auch andere großartige Werke lassen uns z.B. heute noch von den Weisheiten der alten Philosophen profitieren. Nehmen wir z.B. Sokrates, gestorben, 399 v. Chr. und trotzdem können wir heute noch seine Lehren lesen, weil sie aufgeschrieben wurden, z.B. von seinem Schüler Platon. Auch manche Bauwerke haben viele Jahrtausende überlebt und zeugen heute noch von dem damaligen Leben und der einstigen Baukunst. Denken wir nur zum Beispiel an die griechischen Tempel, Zeustempel, 480 – 456 v. Chr. errichtet oder an die Akropolis, wo es Siedlungsspuren bis in die Jungsteinzeit zurück gibt. Sowohl die überlieferten Schriften, als auch die über Jahrhunderte oder Jahrtausende hinweg bewahrten Bauwerke sind kostbare Schätze. Was wäre unsere Welt, wenn es sie nicht gäbe? Es wäre schlimm, wenn das Wissen und die Geschichte verloren gegangen wäre, denn auch, wenn es unabhängiges, universelles Wissen gibt, baut vieles doch aufeinander auf und Menschen konnten anhand der Aufzeichnungen von früheren Denkern Theorien weiter entwickeln, verändern oder verbessern. Denken wir z.B. an das Wissen über unsere Erde und unser ganzes Sonnensystem. Einige kluge Köpfe hatten sich über die Zeit hinweg damit beschäftigt und ihre Theorien aufgestellt. So z.B.  stellten frühere Astronomen die Theorie auf, dass alle Sterne an einer Himmelskuppel hängen. Auch wenn der Fortschritt der Technik sicherlich einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung beigetragen hat, waren das alles wichtige Schritte, zu dem, was wir heute über das Universum wissen.  Auch das universale Wissen ist nicht weniger von Bedeutung. Oben erwähnte ich bereits Sokrates, aber wir müssen gar nicht so weit zurück gehen. Es gibt gewisse Weisheiten und Erkenntnisse, die haben einfach immer bestand. Und manchmal hat man auch das Gefühl, dass es sich im Leben der Menschen, egal zu welcher Zeit, doch im Kern immer um die gleichen Situationen/Fragen/Probleme dreht. Jedenfalls erspart es uns eine Menge Zeit und Arbeit, dass wir auf das Wissen der alten Meister, unserer Vorfahren (egal in welchem Bereich) zurück greifen können, denn sonst müsste jede Generation das Rad wieder neu erfinden.

Geschichte und Geschichten. Die Geschichte der Menschheit würden wir nicht kennen, so wie wir sie kennen, gäbe es die stummen Zeitzeugen, also diese alten, ehrwürdigen Baudenkmäler, quasi als Beweisstücke zu dem geschrieben Wort, nicht. Beides miteinander vereint, hat unser Weltbild geprägt. Wie wäre unsere Weltsicht, ohne diese ganzen Informationen? Ich sagte es ja bereits am Anfang. Bücher dienen auch der Unterhaltung. Was wäre unsere Welt ohne Geschichten? Geschichten sind Kulturgut. Denken wir an eine Sache, die sicherlich jeder kennt – die Märchen der Gebrüder Grimm zum Beispiel. Sprache, das geschriebene Wort, ist ein Handwerk, das kunstvoll ausgeführt werden kann und sich unterschiedlichster Mittel und Stilrichtungen bedienen kann. Mit Gebäuden/Bauwerken ist es ähnlich. Es bedarf ebenso des Handwerks, um ein Gebäude zu errichten und die Baumeister sind und waren unglaubliche Künstler. Historische Gebäude sind ebenso Kulturgüter, an denen wir die unterschiedlichen Stilrichtungen der einzelnen Epochen bestaunen können. Nehmen wir den Markusdom in Venedig, oder den Dom zu Pisa, beide 1063 begonnen worden zu bauen. Beides Beispiele für die romanische Architektur, massive Bauwerke, mit halbkreisförmigen Bögen für Fenster und Türen. Oder als Gegensatz dazu, die filigranen Bauwerke der darauffolgenden Epoche der Gotik (ca. 13. – 16. Jhdt.), z.B. der Kölner Dom, oder die Kathedrale Notre-Dame von Rouen.

In diesem Sinne unsere Empfehlung: Geht mit offenen Augen durch die Welt und  schaut euch die historischen Bauwerke an. Und natürlich: lesen, lesen, oder selber Schreiben 🙂

JK

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