Was historische Gebäude mit der Veränderung eines Menschen zu tun haben

„Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“, waren einst die Schlussworte von keinem anderen als Albert Einstein auf einem Kongress in Bern, als er die Synergien der Relativität zum Zeitkontinuum darstellte und mit dem Leben verglich. Das Publikum nickte anerkennend und applaudierte in stehenden Ovationen.

Albert Einstein, Wissenschaftler, Physiker, Genie

Wir möchten heute, am 02. Januar 2020 ebenfalls an die Veränderungen gedenken, die da in den letzten Tagen passiert sind. Welche Veränderungen, wollte man sich da fragen. Es war ein Jahreswechsel – Silvester, ein neues Jahr ist angebrochen… und jetzt?

Zeit, Uhr, Ziffernblatt, Uhrzeit, Zeiger, Uhren

Doch betrachtet man das Mikro als Makro,  erkennen wir, dass sich um 00.00 am 01. Januar 2020 ein neues Jahrzehnt geöffnet hat. Eine neue Dekade. 10 Jahre sind vergangen und 10 neue Jahre stehen in den unmittelbaren Startlöchern und wir haben die Möglichkeit gute Vorsätze zu stecken oder gar mit Zielen das neue Jahr oder die Dekade zu planen.

Aus meiner Erfahrung heraus rezitiere ich gerne: „Viele Menschen überschätzen was sie in einem Jahr leisten können und unterschätzen was sie in 10 Jahren schaffen können“.

Wir leben in einer Zeit, die es vor weniger als 100 Jahren nicht gab – in Freiheit.

Wissen ist allgenwertig und sofort abrufbar. Jeder, zumindest Westeuropäer und vor allem wir Deutschen, haben ein Privileg das die meisten Menschen nicht haben – frei zu reisen, überallhin wo wir wollen – wegen eines kleinen roten Passes, auf dem ein großes „D“ und der Bundesadler zu sehen ist.

Bildergebnis für deutscher wappen reisepass"

In der Zeit, in welcher unsere Kulturschätze, unsere historischen Gebäude gebaut wurden, gab es das alles nicht… Bauern hatten Lehnsherren. Lehnsherren waren Baronen unterstellt und diese den Herzögen und Kaisern der einzelnen Länder. Sachsen, Preußen, Franken, Bayern… In dieser Zeit konnten sich nahezu 1% der Menschen Gedanken über die nächsten 10 Jahre machen und was sie in diesen Jahren erreichen wollten. Die anderen 99% waren froh, wenn sie den nächsten Tag zu Essen hatten oder das nächste Jahr überleben würden.

Wo wir Zeit lesen, darf das Bewusstsein nicht fehlen. Beide sollten streng miteinander verbandelt sein. Freunde, Seelenverwandte. Das Bewusstsein für unsere Freiheit, die uns unsere heutige Zeit schenkt: Das 21. Jahrhundert und wir leben seit zwei Tagen in den 20er Jahren dieses wunderschönen 21. Jahrhunderts. Ein Frevel wer behauptet die Zeit wäre schlecht, ein Lump der nichts gegen das Böse in seiner Welt tut und in einer Welt voller Wunder der Langeweile frönt.

In den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts wurden noch die großen Kathedralen und Dome über Generationen von Steinmetzen gebaut. Der Opa vererbte den Vater sein Können und die Hammer, die wiederum an den Sohn weitergegeben wurden, letztlich das der Enkel den Schlussstein setzen konnte. Nun waren 50 Jahre vergangen.

Dom

Lassen wir uns das auf der Zunge zergehen. 4 Generationen und 50 Jahre, keine betriebliche Altersvorsorge, keine Rente, keine Krankenversicherung, keine Sozialabsicherung… nichts – hartes Überleben und diese Zeit ist nicht lange her. Unsere heutige Lebenserwartung ist im Durchschnitt ca. 75 Jahre. Wir leben also 25 Jahre länger als die alten Baumeister in 3 Generationen (zumindest mit viel Glück).

Beständigkeit, das war es,  wofür unsere Vorfahren lebten. Die Weisheiten der alten Meister.  Und diese Beständigkeit ist heute noch in vielen historischen Gebäuden weltweit zu sehen. Ob in Prunk saniert, oder gerade beim Nachbarn das alte Bauernhaus am Kollabieren vor der Unbeständigkeit des Menschen. In einer Zeit,  wo doch in aller Munde das Wort Nachhaltigkeit bekundet wird. Meines Erachtens nach sollte es das Unwort des Jahres 2019 werden.

Doch nehmen wir uns die beständigen Kulturschätze unserer Regionen zum Vorbild. Sie machen mir nicht nur wegen ihrer Schönheit Hoffnung, sondern auch, weil sie zugleich den Menschen wiederspiegeln und im Ganzheitlichen die Veränderung – im Guten und auch im Bösen. Unsere historischen Gebäude wurden mit Beständigkeit gebaut, erhalten und stehen heute in all ihren Veränderungen. Manche gleicher, Manche verändert und im Kern doch noch alt, vor uns. Und genau dies impliziert doch, dass ein Haus wie ein Mensch ist – im stetigen Wandeln wie auch unsere Zeit.

Regensburg, Steinerne Brücke, Dom, Regensburger Dom

Wie sich das Haus verändert, ob es nun unbekümmert verfällt oder durch Wertschätzung im neuem Glanze erstrahlt, das liegt in den Händen der Menschen dieser Erde…

Die Hoffnung stirbt zuletzt und noch lange ist nichts in Stein gemeißelt.

Herzlich Willkommen in den 20er des 21. Jahrhunderts – in Freiheit

Gottes Segen, Liebe und Glückseligkeit

Euer Cornelius

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